Fuhrparkplanung

Teil von Fuhrparkplanung im Betrieb: Bedarf, Budget und Beschaffung

Was kostet die Fuhrparkplanung in Beratung, Software und Beschaffung?

Fuhrparkplanung Kosten: 120 bis 200 Euro pro Beratungsstunde, Software 5 bis 15 Euro je Fahrzeug und Monat, dazu Beschaffungsnebenkosten je Fahrzeug.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beratung: 120 bis 200 Euro netto pro Stunde, Tagessätze von 900 bis 1.500 Euro netto.
  • Software: 5 bis 15 Euro netto pro Fahrzeug und Monat, dazu Einrichtungskosten von 200 bis 800 Euro netto.
  • Beschaffung: 300 bis 1.200 Euro netto pro Fahrzeug an Nebenkosten, ohne Kaufpreis oder Leasingrate.
  • Für 40 Fahrzeuge ergeben sich im ersten Jahr rund 40.000 Euro netto, die Beispielrechnung steht unten.

Beratung: Stundensätze, Tagessätze, Projektpreise

Externe Fuhrparkberatung rechnet nach Zeit ab. Als Rechenwerte für Angebote gelten 120 bis 200 Euro netto pro Stunde. Wer eine Ausschreibung begleitet oder ein Fuhrparkkonzept erstellt, zahlt meist Tagessätze zwischen 900 und 1.500 Euro netto. Hinzu kommen 19 Prozent Umsatzsteuer.

Honorare unterscheiden sich nach Leistung. Eine reine Ausschreibungsbegleitung ist günstiger als ein Konzept mit Ladeinfrastruktur und Förderanträgen. Manche Beratungen verlangen zusätzlich eine Erfolgsprovision von 0,5 bis 2 Prozent des Beschaffungsvolumens.

LeasePlan, heute Teil von Ayvens, beschreibt Fuhrparkmanagement als Paket aus Beratung, Beschaffung und Verwaltung. Solche Pakete werden teils pauschal angeboten, teils als Grundhonorar plus Erfolgsanteil.

Für ein schriftliches Fuhrparkkonzept mit Fahrzeugbedarfsanalyse, Vollkostenvergleich und Umsetzungsplan liegen Projektpreise häufig zwischen 6.000 und 20.000 Euro netto. Der Aufwand hängt an der Zahl der Standorte und der Antriebsvielfalt.

Software: Lizenzpreise je Fahrzeug und Monat

Fahrtenbuch- und Fuhrparkmodule werden fast immer pro Fahrzeug und Monat abgerechnet. Die Marktspanne liegt bei 5 bis 15 Euro netto. Ein reines elektronisches Fahrtenbuch liegt am unteren Rand, Telematik mit Ortung und Tourenplanung am oberen.

Vimcar weist auf der Produktseite Funktionen und Preise der eigenen Fuhrparkverwaltung aus. Einmalkosten fallen für Einrichtung, Datenimport und Schulung an, üblich sind 200 bis 800 Euro netto. Hardware für Telematik kostet je Fahrzeug 100 bis 250 Euro netto plus Einbau.

Die Abrechnung erfolgt je aktivem Fahrzeug, nicht je Nutzer. Wer Fahrer abrechnen will, braucht ein zweites Modul. Schnittstellen zu ERP-Systemen und Tankkarten sind bei größeren Paketen enthalten, sonst kosten sie extra.

Vertragslaufzeiten von 12 bis 36 Monaten senken den Monatspreis. Bei 24 Monaten Laufzeit und 40 Fahrzeugen sind es bei 9 Euro netto pro Fahrzeug und Monat 4.320 Euro netto pro Jahr.

Beschaffung: Nebenkosten pro Fahrzeug

Der Beschaffungspreis selbst ist nur ein Teil der Rechnung. Neben Überführung und Zulassung sind Aufbereitung, Kennzeichen, Zweitbereifung und Telematik-Einbau zu kalkulieren. Übliche Werte: Überführung 300 bis 800 Euro netto, Zulassung 60 bis 150 Euro netto, Sonderausstattung nach Bedarf.

Pro Fahrzeug ergeben sich damit 300 bis 1.200 Euro netto an Nebenkosten, abhängig von Fahrzeugklasse und Stückzahl. Ab etwa zehn Fahrzeugen sind Rabattstufen üblich.

Bei Leasingverträgen verteilen sich diese Nebenkosten auf die monatliche Rate. Eine Sonderzahlung von 10 Prozent des Listenpreises ist üblich. Restwertverträge mit hoher Kilometerleistung werden teurer.

Bei Elektrofahrzeugen kommt die Ladeinfrastruktur hinzu. Ein AC-Ladepunkt kostet installiert 1.500 bis 3.000 Euro netto, ein DC-Schnelllader 20.000 Euro und mehr. Netzanschluss und Standortbedingungen entscheiden über den Preis; der DIHK bündelt Positionen zur Infrastruktur.

Beispielrechnung für 40 Fahrzeuge

Beispielrechnung, alle Beträge netto:

Position Annahme Kosten Jahr 1
Beratung 80 Stunden zu 150 Euro 12.000 Euro
Software 40 Fahrzeuge, 9 Euro je Monat 4.320 Euro
Beschaffung 40 Fahrzeuge zu 600 Euro 24.000 Euro
Summe 40.320 Euro

Mit 19 Prozent Umsatzsteuer ergeben sich 47.980,80 Euro brutto. Die Leasingraten oder Kaufpreise der Fahrzeuge sind darin nicht enthalten. Ab dem zweiten Jahr entfallen Beschaffungsnebenkosten und Beratung größtenteils, es bleiben die Softwarekosten.

So kalkulieren Sie das Budget

  1. Fahrzeugbedarf je Standort erfassen und Vollkosten je Fahrzeug rechnen.
  2. Beratungsleistung einkaufen, Stundenzahl begrenzen, Festpreis vereinbaren.
  3. Software testen, Lizenzmodell je Fahrzeug prüfen, Laufzeit verhandeln.
  4. Beschaffungsnebenkosten je Fahrzeug abfragen und in die Vollkostenrechnung übernehmen.
  5. Nach zwölf Monaten Ist-Kosten mit der Planung vergleichen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Fuhrparkkonzept als eigenes Projekt?

Für Analyse, Fahrzeugbedarfsplanung und Umsetzungsplan liegen Angebote typischerweise zwischen 6.000 und 20.000 Euro netto. Der Preis steigt mit Standortzahl und Antriebsvielfalt.

Fallen für Software Einmalkosten an?

Ja. Einrichtung, Datenimport, Schnittstellen und Schulung kosten 200 bis 800 Euro netto. Bei vielen Anbietern sind Standardschnittstellen inklusive.

Sind die Preise verhandelbar?

Bei Laufzeiten ab 24 Monaten und Flotten ab 20 Fahrzeugen sind Rabatte üblich. Beratungshonorare sinken bei Rahmenverträgen über mehrere Jahre.

Welche Kostenstelle trifft die Ausgaben?

Planung und Beratung laufen meist als Projektkosten, Software als laufende Betriebskosten, Beschaffungsnebenkosten werden auf die Anschaffungskosten aktiviert.

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